Die Schlafärztin - Dr. Dr. Christine Benter



Schlaf ist eines der grundlegendsten biologischen Bedürfnisse des Menschen – und gleichzeitig eines der meist unterschätzten. Während wir schlafen, regenerieren sich Körper und Gehirn: Gedächtnis und Lernen werden gefestigt, das Immunsystem reguliert, Stresshormone sinken, Muskeln und Organe reparieren sich und Emotionen werden verarbeitet. Guter Schlaf hält uns leistungsfähig, gesund und ausgeglichen – und wirkt weit über uns selbst hinaus.
Schlaf – die
unterschätzte
Superkraft
Die Schlafärztin
Dr. Dr. Christine Benter
Von einer Schlafstörung spricht man, wenn mindestens dreimal pro Woche über mindestens einen Monat Ein- oder Durchschlafprobleme, zu frühes Erwachen oder eine anhaltend schlechte Schlafqualität auftreten – und wenn tagsüber Beschwerden wie Müdigkeit, Reizbarkeit oder Konzentrationsabfall hinzukommen.
Häufige Ursachen sind:
Diagnostik wie Schlafprotokolle, nächtliche Messungen zu Hause oder Untersuchungen im Schlaflabor helfen, die Ursachen gezielt zu erkennen. Zu den Schlafstörungen zählen u. a. Insomnie, Schlafapnoe, Restless Legs, Parasomnien (z. B. Schlafwandeln oder Albträume) sowie zirkadiane Rhythmusstörungen durch Schichtarbeit oder Jetlag. Wichtig ist: Guten Schlaf kann man lernen. Es ist möglich, Schritt für Schritt wieder zu erholsamemerem Schlaf zurückzufinden. Schlafprobleme sind keine Schwäche – sie sind ein Signal. Und es gibt viele Wege, sie erfolgreich zu behandeln. Genau das möchte ich den Menschen vermitteln: dass schwierige Phasen vorübergehen können und Lösungen immer existieren.
Schlaf wirkt auf nahezu alle Bereiche unseres Körpers: Herz-Kreislauf-System, Stoffwechsel, Immunsystem und Hormonhaushalt profitieren unter anderem von erholsamen Nächten. Chronischer Schlafmangel erhöht hingegen das Risiko für Gewichtszunahme, Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und schwächt das Immunsystem. Auch psychische Erkrankungen wie Depression oder Angststörungen können den Schlaf verschlechtern, oder umgekehrt durch schlechten Schlaf zusätzlich verstärkt werden. Schlaf ist also kein isoliertes Thema – er tangiert unsere körperliche und psychische Gesundheit gleichermaßen.
Guter Schlaf entsteht aus einem Zusammenspiel von Lebensstil, Stressregulation und – wenn nötig – gezielter medizinischer Unterstützung. Entscheidend ist, die Ursachen zu verstehen und individuelle Lösungen zu finden. Guter Schlaf ist kein Luxus, sondern in großem Maße trainierbar – das zeigt meine jahrzehntelange theoretische und praktische Erfahrung als Ärztin. Feste Schlaf- und Aufstehzeiten, entspannende Abendrituale, weniger Bildschirmzeit, eine angenehme Schlafumgebung, leichte Abendmahlzeiten sowie ein bewusster Umgang mit Alkohol und Koffein, regelmäßige Bewegung und gezieltes Stressmanagement unterstützen die Schlafqualität nachhaltig. Wenn schlafbezogene Atmungsstörungen wie die obstruktive Schlafapnoe vorliegen, können medizinische Maßnahmen notwendig sein – etwa Diagnostik, CPAP-Therapie, individuell angepasste Unterkieferprotrusionsschienen oder operative Verfahren bei anatomischen Engstellen. Auch verhaltenstherapeutische und moderne therapeutische Ansätze können helfen, den Schlaf langfristig zu stabilisieren. Guten Schlaf kann jeder lernen. Es gibt immer Wege, wieder erholsam zu schlafen – Schritt für Schritt und abgestimmt auf die individuelle Situation.
Erholsamer Schlaf unterstützt Belastbarkeit, Kreativität, emotionale Stabilität und Leistungsfähigkeit.
Das wirkt nicht nur auf den Einzelnen, sondern positiv auf das soziale Umfeld. Schlaf ist keine Option, sondern eine Grundlage für körperliche und psychische Gesundheit – und ein Schlüssel, um den Herausforderungen unserer Zeit standzuhalten. Wer Schlaf schützt, trainiert und versteht, stärkt nicht nur sich selbst, sondern auch sein Umfeld. Gerade jetzt ist es wichtiger denn je, bewusst auf Schlaf zu achten, ihn zu fördern und seine regenerativen Kräfte zu nutzen.
Podcasts
Die Schlafärztin Dr. Dr. Christine Benter macht Schlafwissen in ihren beiden Podcastst verständlich und alltagstauglich. Mit Expertise und Herz führt sie durch Themen, die unseren Schlaf unmittelbar beeinflussen – kompakt, praxisnah und leicht umzusetzen.
Zwei Podcast-Formate, ein Ziel – besser schlafen und sich besser fühlen.

Stressfrei Schlafen –
der Adventspodcast
Mein Podcast startet direkt mit einer Staffel zu allen Fragen rund um guten Schlaf und die schönste und für viele auch anstrengendste Zeit des Jahres: die Adventszeit! Wir machen es uns an dunklen Tagen zu Hause gemütlich, trinken Glühwein auf dem Markt, reisen kreuz und quer durch die Welt um die Feiertage mit Freund:innen und Familie zu verbringen und genießen viele Festmahle. Aber wie wirken sich der Feiertags-Stress, Alkoholgenuss, fremde Betten, Reisen und deftige Speisen auf unseren Schlaf aus? Alle diese Fragen bespreche ich in meinem neuen Podcast! Wir sorgen gemeinsam in dieser Zeit dafür, dass eure Nächte genauso gut werden, wie eure Tage!

Guten Schlaf
kann man lernen
Aufgrund des großen Erfolgs meines Podcastst zum Thema stressfrei Schlafen in der Adventszeit, freue ich mich sehr, euch meinen neuen Podcast vorzustellen, der im Frühjahr 2026 erscheinen wird. Guten Schlaf kann man lernen widmet sich all den Fragen, die im Alltag rund um das Thema Schlaf entstehen und begleitet euch das ganze Jahr auf dem Weg zu erholsamen Nächten! Guten Schlaf kann man lernen – das hat mir meine jahrzehntelange praktische und theoretische Arbeit auf dem Gebiet der Schlafmedizin gezeigt. Wie wichtig guter Schlaf für Menschen jeder Altersgruppe ist und wie wir unseren Schlaf verbessern können zeige ich in meinem neuen Podcast. In jeder Folgen bekommt ihr knackig etwas medizinisches Know-How vermittelt, eine langfristige Strategie für euch und euren Schlaf und einen kleinen Impuls, den ihr noch am gleichen Abend ausprobieren könnt.
FAQ
Schlaf ist ein biologisches Grundbedürfnis. Während wir schlafen, regenerieren sich Körper und Gehirn:
Schlaf hält uns leistungsfähig, gesund und ausgeglichen.
Du schläfst ausreichend, wenn…
Die meisten Erwachsenen benötigen 7–9 Stunden – aber das ist individuell.
Von einer Schlafstörung spricht man, wenn mindestens 3-mal pro Woche über mindestens 1 Monat…
Eine Schlafstörung bedeutet, dass der natürliche Schlafprozess länger gestört ist und zu sichtbaren Einschränkungen am Tag führt.
Mögliche Hintergründe:
Du kannst zunächst deinen Schlaf selbst beobachten, zum Beispiel:
Dann sollte eine ärztliche Vorstellung erfolgen mit einer nächtlichen Schlafmessung zu Hause (Polygraphie) oder im Schlaflabor (Polysomnographie).
Häufige Ursachen sind:
Kurzfristig:
Langfristig:
Die Ursachen können körperlich, psychisch oder umweltbedingt sein:
Stress aktiviert das Nervensystem → Körper bleibt im „Alarmmodus“:
Je mehr Stress, desto schlechter der Schlaf – und umgekehrt.
Ja. Schlaf ist zu einem großen Teil trainierbar. Methoden wie…
…können auch chronische Ein- und Durchschlafprobleme meist deutlich verbessern.
Schlafhygiene umfasst alle Verhaltensweisen und Rahmenbedingungen, die guten Schlaf fördern. Zum Beispiel:
Viele profitieren bereits von Lebensstil- und Gewohnheitsanpassungen: